Modemanagement Bachelor – Mode Studium

Modemanagement Bachelor – möchte ich mich wirklich so fest legen? Was kann ich damit später überhaupt machen? Wird das  von zukünftigen Arbeitgebern denn gewünscht, dass man so spezialisiert studiert?
Diese und ganz viele andere Fragen habe ich mir gestellt, als ich nach einem passenden Studiengang für mich gesucht habe. Warum ich mich für dieses Studium entschieden habe, und wie das Ganze wirklich abläuft erfahrt Ihr im heutigen Beitrag.

Lernen für den Modemanagement Bachelor
Jeans: Zara , Schuhe: Birkenstock , Pulli: Mango

Wieso Modemanagement?

Für mich war von Anfang an klar, dass ich in der Modeindustrie arbeiten möchte. In meiner Ausbildung hatte ich das Glück auf verschiedene Einkäufe mitgenommen zu werden, und da fing mein Interesse für den Einkauf an.
Wenn man an die Einkäufer der Modeunternehmen denkt, dann hat man immer erstmal erste Reihe Plätze bei der Fashion Week im Kopf. Tatsächlich ist aber viel mehr Schreibtischarbeit und Kalkulation notwendig als viele denken, und die Arbeit im Showroom ist nur ein relativ kleiner Teil.
Ich konnte, und kann mir nach wie vor gut vorstellen später als Buyer zu arbeiten, und deshalb war es mir sehr wichtig, die Grundlage eines klassischen BWL Studiums vorweisen zu können.
Modemanagement kombiniert genau diesen BWL Part mit der zusätzlichen Auseinandersetzung mit Stoffen und ähnlichem, um sicher zu gehen, dass man im Berufsleben auch genau weiß, was Qualität besitzt und woran man ist.

Mode Studium: Der Modemanagement Bachelor

Inhalte Modemanagement Bachelor:

In den sieben Semestern an meiner Hochschule werden wir gezielt auf die Arbeit in der Modeindustrie vorbereitet. Die Verteilung von BWL zu auf Mode spezialisierte Vorlesungen liegt bei ca 80 zu 20.

Nicht spezifische Vorlesungen sind beispielsweise:

  • betriebliches Rechnungswesen
  • Controlling
  • Marketing
  • Mikro- und Makroökonomie
  • Markt- und Trendforschung

Spezifische Vorlesungen sind beispielsweise:

  • Sourcing, Beschaffung und Einkauf
  • Materialkunde
  • Verarbeitungstechnik
  • Modegeschichte und -soziologie

Natürlich haben wir im Laufe des Studiums noch einige Module mehr, die genannten sollen lediglich einen kleinen Überblick geben.

Viele Mädels haben bestimmt Angst vor Fächern in denen mathematische Grundkenntnisse vorausgesetzt werden – ich bin da keine Ausnahme – aber ich kann euch da wirklich beruhigen: Da Modemanagement hauptsächlich an privaten Hochschulen angeboten wird, ist die Anzahl der Studenten pro Semester relativ klein. An meiner Hochschule gibt es, soweit ich weiß, kein Semester mit mehr als 30 Leuten.
Die Dozenten haben daher sehr viel Zeit auf Fragen einzugehen, und eventuelle Lücken zu schließen. Ich habe Wirtschaftsmathe und Statistik bestanden, dann schafft ihr das auf jeden Fall auch 🙂

Für mich war der Modemanagement Bachelor definitiv die richtige Entscheidung, und ich finde es beispielsweise einfach sehr verständlich, wenn in der Vorlesung Fachbeispiele anhand von Modeunternehmen erklärt werden.

Außerdem merke ich wirklich, dass Unternehmen sich freuen qualifizierte Leute einstellen zu können, die nicht nur theoretische Hintergründe kennen, sondern auch was die Ware angeht fit sind.

Wie denkt ihr über bereits spezialisierte Studiengänge?

xx Laura

8 thoughts on “Modemanagement Bachelor – Mode Studium

  1. Hallo Laura,

    ich kann dich nur bestärken, deinen Weg weiter zu gehen. Ich selbst habe aus der gleichen Überlegung heraus seinerzeit Wirtschaftsinformatik studiert.

    OK, ist ein bisschen was anderes als Modemanagement, aber im Grundsatz auch nur eine Kombination aus einem fachlichen Studium mit BWL. Und nach einigen Jahren im Beruf sind meine Erfahrungen damit sehr positiv.

    In der Wirtschaft kommt es immer auf ein gutes fachliches Verständnis in Kombination mit soliden BWL-Kenntnissen an. Auch in der Modebranche muss am Ende Geld verdient werden. Du musst deinen Kunden das richtige Produkt (Zielgruppe) in der richtigen Qualität zum richtigen Preis anbieten können. (Muss ich dir nicht erklären 😉 ).

    Außerdem denke ich, dass du dich mit deiner Spezialisierung nicht für alle Ewigkeit auf die Modebranche festlegen musst. Ich kenne sehr viele Kollegen, die in ihrem Berufsleben die Branche erfolgreich gewechselt haben. Aber für den Einstieg machst du dich damit viel interessanter, als Mitbewerber die entweder reine BWLer sind oder nur Produkt Know How haben.

    Und wenn du dich in Richtung Eigenmarken orientierst, wirst du dich auch als Einkäuferin intensiv mit den Produkten/ der Produktentwicklung beschäftigen können. 😉

    VG,

    Sascha

    1. Lieber Sascha,

      Vielen Dank für deinen lieben und ausführlichen Kommentar!
      Gut zu hören dass man damit keinen lebenslangen Vertrag mit einer Branche geschlossen hat ☺

      Hab einen schönen Abend ☺

  2. Hallo Laura,

    zwar komme ich aus einer gänzlich anderen Branche, aber nach 27 Berufsjahren kann ich dir versichern, dass jedes Studium mit *soliden Grundlagen* – in deinem Fall also die betriebswirtschaftliche Seite – eine gute Wahl ist.
    Außerdem ist die Modebranche riesig, ist ja eine internationale Industrie, da gibt es noch unzählige Entwicklungsmöglichkeiten und auch Richtungswechsel für Dich.
    Viel Freude und Erfolg wünscht Dir
    zweifelsfrau

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