Wanderung zur Kanisfluh

Es gibt nichts Beruhigenderes als Zeit in der Natur zu verbringen. Wenn dies mit einem atemberaubenden Ausblick und wunderschönen Sonnenuntergang verbunden wird, bin ich rundum glücklich. Die Wanderung zur Kanisfluh hat dies für mich vereint und alle Details dazu erfahrt ihr im heutigen Beitrag.

Wandern ist da so eine Sache. Ich brauche immer wieder etwas Überwindung um aufzubrechen, aber sobald ich unterwegs bin, gibt es gefühlt nichts Besseres. Und es ist ja auch unheimlich gesund, physisch und psychisch.

Die Wanderung zur Kanisfluh hat mich aber nicht nur durch praktische Gründe überzeugt, sondern konnte zusätzlich auch noch mit einer kleinen Überraschung punkten.

Aussicht von der Wanderung zur Kanisfluh

Zu welcher Zeit rentiert sich der Aufstieg?

Wir wollten sowohl den Sonnenaufgang als auch den Sonnenuntergang oben genießen, weswegen wir das Zelt eingepackt und die Nacht auf dem Berg verbracht haben. Dabei ist uns ein weiteres Mal aufgefallen wie viele Rückstände von Feuerstellen und Müll von Personen, die früher oben gezeltet haben zu finden waren.

Da ist es wirklich verständlich, dass Zelten in Deutschland und auch bereits in einigen Gegenden in Österreich verboten ist. Also, kein Feuer machen, Müll mitnehmen!

Wenn man die Nacht nicht auf dem Berg verbringt, ist die Wanderung zur Kanisfluh vor allem etwas für Frühaufsteher, denn der Sonnenaufgang dort ist wirklich einmalig. Aber: Leider ist dies kein Geheimtipp mehr und man ist morgens ziemlich sicher nicht alleine.

Tatsächlich konnten wir in der Früh ungefähr 20 bis 30 kleine Stirnlampenlichter von unserem Schlafplatz aus beim Aufstieg beobachten und das ist dann leider nicht mehr ganz so idyllisch. Dennoch ist es eine Wanderung welche sich wirklich rentiert!

Anfahrt und Parkmöglichkeit

Von München haben wir gute drei Stunden mit dem Auto gebraucht, was eine relativ lange Anfahrt für uns war und ein weiterer Punkt, weshalb es sich rentiert hat, über Nacht zu bleiben.

Am einfachsten ist es den Alpengasthof Edelweiss in das Navi einzugeben und sich nicht von der engen und gewundenen Zufahrtstraße abschrecken zu lassen. So landet man direkt an einem Parkplatz an der Alpe Ölbere unterhalb des Gasthofs, welcher auch als Startpunkt für die Wanderung zur Kanisfluh ausgezeichnet ist.

Die Wanderung zur Kanisfluh bietet einen wunderbaren Sonnenuntergang

Die Wanderung zur Kanisfluh

Für den Aufstieg würde ich 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Der Weg führt an dem Gasthof vorbei, einige hundert Meter auf einem Kiesweg bis zu einem Schweinebauern, bei dessen Hof man rechts auf einen Trampelpfad abbiegt und dann den eigentlichen Aufstieg beginnt.

Es gibt ab hier nur einen Weg, viel kann man daher nicht falsch machen. An einigen Stellen muss ein dort befestigtes Seil zur Hilfe genommen werden, aber sonst ist die Wanderung gut zu bewältigen.

Von Oben aus bietet sich ein atemberaubender Blick auf die umliegenden Berge und das Tal, welchen wir am Abend jedoch leider nur kurz genießen konnten, da die meiste Zeit eine dicke Nebeldecke vorhanden war. In der Früh hatten wir dann klare Sicht und konnten einen wunderschönen Sonnenaufgang genießen.

Steinböcke auf der Kanisfluh

Wir hatten zwar etwas Pech, was den Nebel betrifft aber dafür umso mehr Glück, was Steinböcke angeht. Gleich drei Stück konnten wir abends dabei beobachten wie sie miteinander kämpften und nachdem sie sich beruhigt hatten, die Abendsonne genossen.

Es ist zwar ausgeschildert, dass Steinböcke hin und wieder gesichtet werden, tatsächlich ist es allerdings relativ selten und wir hatten unheimliches Glück. Einer hat sich dann auf einem Vorsprung niedergelassen und fast schon für die Kamera posiert. Wirklich einmalig!

Steinbock auf der Wanderung zur Kanisfluh

Mich hat lange keine Wanderung mehr so gepackt und umgehauen, ich kann den Aufstieg zur Kanisfluh daher auf jeden Fall empfehlen!

Weitere Bilder findet ihr auf Instagram. Übrigens auch in den Story-Highlights!
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