Lebensmittelverschwendung und was wir dagegen tun können

Vor ein paar Wochen sah mein Alltag noch so aus: Am Abend nach der Arbeit schnell einkaufen, kurz nachdenken, was haben wir immer im Kühlschrank? Das nehme ich jetzt mal alles mit und es geht dann schon weg. Aber wenn wir ehrlich sind, ging viel nicht weg und durch fehlende Planung flogen viele Lebensmittel letztendlich in den Müll. Wie traurig oder?

Wenn man dabei bedenkt, dass weltweit ein Drittel der für Menschen produzierten Lebensmittel im Müll landen ist das Gesamtbild noch viel schlimmer.

Nachhaltigkeit durch bessere Planung

Ich habe daher angefangen zu planen. Nicht mal genau was wir an welchem Tag essen, aber ich versuche einen groben Plan zu machen, was wir diese Woche kochen könnten und was man dafür benötigt. Mehr wandert dann auch nicht in den Einkaufskorb.

Damit die Lebensmittel nicht so schnell schlecht werden, koche ich dann entweder vor, oder versuche diese klüger zu lagern. Beispielsweise lege ich Salat nicht mehr einfach in den Kühlschrank, sondern wickle ihn zuvor in ein feuchtes Tuch. Auch Wurzelgemüse hält so deutlich länger, und während Karotten früher bereits nach 2-3 Tagen weich wie Gummi waren, bleiben sie heute zwei bis dreimal so lange frisch.

Aber nicht nur wir zu Hause schmeißen viel in die Tonne, sondern auch die Supermärkte und leider auch die Produzenten. Diese müssen nämlich oft um die Abnahme ihrer Produkte kämpfen.

Viel frisches Gemüse und Obst wandert so in den Müll, einfach weil es von der Form her nicht den Ansprüchen der Supermärkte und letztendlich leider auch denen der Konsumenten nicht genügt. Und genau hier kann man anpacken!

Der Konsument bestimmt die Nachfrage. Heißt, wenn wir uns nicht immer für die perfekt gerade Gurke entscheiden, wird diese hoffentlich irgendwann nicht mehr im Müll, sondern ebenfalls im Supermarkt landen.

Lebensmittel retten mit Etepetete

Genau dieses Konzept hat Etepetete mit Ihren Obst und Gemüse Boxen aufgenommen und versucht so der Diskriminierung von nicht so schönen Lebensmitteln entgegenzuwirken. Im Prinzip holen sie frische Nahrungsmittel die jedoch von Form und Größe her nicht dem Standard der meisten Supermärkte entsprechen von Bio Höfen ab und schicken diese in ihren Boxen direkt zu Dir nach Hause.

Was ich besonders cool finde, ist dass sie hierbei auch darauf achten Höfe aus ihrer direkten Umgebung zu wählen und transparent auf ihrer Website einsehbar zu machen. Einer der Höfe ist beispielsweise ein Bio Hof, den ich aus meiner Kindheit kenne und dem ich auch vertraue (der Obergrashof bei Dachau) und als ich ihn auf der Website von Etepetete entdeckt habe habe ich mich tierisch gefreut.

Mit dem Code ‚goldendots‚ bekommt Ihr übrigens 5€ Rabatt auf Eure erste Bestellung bei Etepetete, falls Ihr das Ganze einfach mal ausprobieren möchtet.

Foodsharing

Ein Thema, das ich aktuell auch sehr interessant finde, ist Foodsharing. Diese Organisation hat es sich ebenfalls zur Aufgabe gemacht gegen die Verschwendung von Lebensmitteln vorzugehen, die durch Supermärkte verursacht wird, welche frische Lebensmittel in den Müll werfen.

Das passiert ganz schnell, denn sobald ein Supermarkt zu viel neue Ware nachbestellt hat wandert die ‚alte‘ (aber noch frische) Ware in die Tonne. Bevor dies jedoch passiert holen sogenannte Foodsaver diese Lebensmittel von den kooperierenden Supermärkten ab und nutzen sie entweder für ihren Eigenbedarf, oder teilen sie mit anderen an sogenannten Verteilern.

Auf jeden Fall ein spannendes Thema, denn leider geht die Tendenz immer weiter in die negative Richtung. Aber mit ein bisschen Engagement sollten wir alle gemeinsam etwas dagegen tun können.

 


Mehr Infos und einen weiteren, superausführlichen Beitrag zum Thema Lebensmittelverschwendung findet ihr übrigens hier.

Die Box von Etepetete wurde mir freundlicherweise als PR Sample zur Verfügung bestellt.

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