Fashion Revolution Week: Fair Fashion Aktivismus in München

Die Fashion Revolution Week hat für einiges an Aufmerksamkeit gesorgt und auch ich war bei einer der Aktionen dabei. Dabei freue ich mich natürlich besonders, dass der Fair Fashion Aktivismus in München aktiv ist und dabei über Grenzen hinaus gedacht wird!

Aber um was genau ging es eigentlich beim Näh-Flashmob im Modewerk?

Fair Fashion Aktivismus in München

1. Fashion Revolution Week

Wie in meinem letzten Fair Sunday erwähnt wurden im Rahmen der Fashion Revolution Week die Konsumenten dazu aufgefordert die Marken zu fragen ‚who made my clothes‘? Also, wer hat eigentlich meine Kleidung gefertigt?

Dabei sollte dem tragischen Unglück, das vor 6 Jahren in Bangladesch bei Rana Plaza passiert ist, gedacht werden.

Da sich seitdem kaum etwas bei den Produktionsbedingungen geändert hat, stehen dieses Jahr die Näherinnen im Vordergrund der Aktionen.

Aktivismus in München bei der Fashion Revolution Week

2. Um was ging es beim Näh-Flashmob in München?

Mit dem Näh-Flashmob sollte jedoch nicht nur Aufmerksamkeit auf die Arbeitsbedingungen der Näherinnen gelenkt werden, sondern auch etwas hilfreiches produziert werden.

So wurden Schwesternkittel für die Kinderstation des Black Lion Hospitals in Addis Abeda genäht, um das Krankenhaus in Äthiopien zu unterstützen.

Dieses wurde teilweise renoviert. Früher gab es nämlich keine separierte Station für an Krebs leidende Kinder und sie steckten sich oft bei anderen kranken Kindern an.

Mit der eigenen Station liegen ihre Überlebenschancen nun deutlich höher!

Fair Fashion Aktivismus in München

3. Vorträge & Fakten zu Fair Fashion

Im Anschluss gab es drei Vorträge zu den Themen Rana Plaza, faire Arbeitsbedingungen, Black Lion Hospital und Zertifizierungen.

Dabei habe auch ich einiges mitgenommen und war immer wieder schockiert.

So gibt es in Bangladesch beispielsweise die unabhängige Überprüfung der Brandschutzbestimmungen von ACCORD. Diese möchte die Regierung nun jedoch abschaffen und die Kontrollen selbst durchführen.

Über 50 Fabriken, welche von ACCORD als nicht sicher eingestuft wurden, produzieren unter dem Schutz der Regierung einfach weiter.

Es ist also auch 6 Jahre nach dem Unglück noch einiges zu tun.

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Im Fair Sunday erfährst Du übrigens regelmäßig was in der Fair Fashion Welt so ansteht. Diesen findest du HIER.

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